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ZEPPELIN GmbH
Arantxa Dörrié
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Datum
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Autor
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Titel |
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5/2007
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A. Dörrié/ A. Bock
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Kostengünstige Wiederbelebung
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Garching bei München, im Mai 2007 (zep/AB). Es gibt spezielle Arbeitsvorgänge, für die sich ein ganz bestimmter Maschinentypus optimal eignet. Hat sich der Kunde erst einmal an diese Ideallösung gewöhnt, möchte er natürlich nicht zu einer weniger gut geeigneten Variante wechseln. Solange der optimale Maschinentypus verfügbar ist, stellt sich die Frage nach einem Wechsel gar nicht. Die taucht erst auf, wenn sich die Maschinenverfügbarkeit ändert…
Zehn Jahre war der Cat-Dumper D40 im Kalksteinwerk Warstein der Brühne Gruppe im Einsatz. Dabei hatte sich die Maschine aus dem Baujahr 1992 in ihrem spezifischen Arbeitsschritt - dem Abziehen der Silos - sehr bewährt. Schon bei der Aufnahme des Materials zeigen sich die ersten Vorteile der D40 gegenüber anderen Konstruktionen in diesem Einsatz: bei der Cat-D40 ist zum einen die Muldenhöhe so konstruiert, dass sie genau unter das Silo passt, zum anderen sind die Mulden-Form sowie die Geräte-Nutzlast so beschaffen, dass die Maschine die Ladung aufnehmen kann, ohne dabei rangieren zu müssen. Auch im nächsten Arbeitsschritt, bei der Fahrt zu den unterschiedlichen Halden besitzt die D40 die optimale Konstruktion, da hier aufgrund der sehr engen Kurven ein Zweiachs-Gerät besser geeignet ist als ein Dreiachser – die bei Dumpern übliche, da normalerweise vorteilhaftere Bauweise. Diese beiden Eigenschaften kombiniert mit der „hohen Zuverlässigkeit, dem reibungslosen Einsatz und den niedrigen Betriebskosten“ haben den Dumper laut Produktionsleiter Ferdinand Schobert „unentbehrlich“ gemacht. Nach 23 443 Betriebsstunden hatte die Maschine allerdings ein ehrwürdiges Alter erreicht, bei dem sich die Frage stellte, ob ein reibungsloser und günstiger Einsatz auch in Zukunft gesichert ist. Mit dieser Frage und dem Wissen, dass dieser Maschinentypus nicht mehr gebaut wird, wandte sich die Firma Brühne an die Zeppelin-Niederlassung Paderborn, um eine Lösung zu finden. Auf Basis eines Einsatztests bestätigten die Zeppelin-Mitarbeiter, dass dieser Gerätetyp der optimale für diesen Einsatz ist und schlugen kurzerhand einen Rebuild, also eine Komplett-Überholung der Maschine, vor – eine Lösung, die es dem Kunden nicht nur ermöglicht, die im Einsatz bewährte Maschine wieder einzusetzen, sondern auch noch wesentlich kostengünstiger ist als eine Neuanschaffung. Das Kalksteinwerk war von dem Vorschlag begeistert.
Die Zeppelin-Niederlassung holte die Maschine ab und brachte sie in ihre Service-Werkstatt. Hier wurde unter anderem eine komplette Demontage durchgeführt, ein neuer Cat-Motor eingebaut, sämtliche Komponenten wie Wandler, Getriebe, Achsen, Zylinder, Pumpen und Kabine überholt sowie technische Neuerungen ergänzt. Dr. Heinz Jürgen Bauer, Betriebsleiter der Firma Brühne, zeigte sich vom Rebuild-Ergebnis begeistert: „Der Dumper sieht aus wie neu. Ich bin mit dem Ergebnis und der Arbeitsleistung von Zeppelin sehr zufrieden!“ Nun soll die Maschine wieder mindestens 20 000 Betriebsstunden laufen. Und danach? „Was spricht dagegen, dass wir in sechs Jahren wieder einen Rebuild machen“, so Andreas Gärmer, Zeppelin Leiter Servicezentrum Hamm.
Zu tun gibt es für die Maschine genug. Seit dem 1. Februar 2007 versorgt das Kalksteinwerk Warstein die Hochöfen der ThyssenKrupp Steel AG in Duisburg auf Basis eines 10-Jahre-Liefervertrages mit jährlich 300 000 Tonnen Kalksteinsand. Im Zuge dieses Projekts hat die Brühne Gruppe, zu der das Werk in Warstein gehört, vier Millionen Euro in den Standort investiert. Neben umfangreichen Neuerungen an den bestehenden Anlagenteilen wurde auch eine Bahnverladung gebaut. Die Beschickung der Verladestation erfolgt mit dem Cat-Dumper D40 über einen Kippbunker, eine 800 Meter lange, gekapselte Bandanlage, sowie zwei 1000 Tonnen Silos zur Zwischenlagerung. Seinen bisherigen Rekordabsatz konnte das seit 50 Jahren bestehende Werk im Jahr 2006 erzielen.
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