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ZEPPELIN GmbH
Arantxa Dörrié
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Datum
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Autor
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Titel |
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9/2007
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A. Dörrié/S.Reimann
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Neuland in der Landwirtschaft betreten
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Garching b. München, im September 2007 (zep/SR). Erneuerbare Energien zu erzeugen entspricht dem Trend der Zeit. Zur Unternehmensgruppe Högl aus der bayerischen Ortschaft Volkenschwand gehören neben dem landwirtschaftlichen Betrieb, drei Kompostieranlagen, eine Biogas- und eine Windkraftanlage, die seit dem Jahr 2000 betrieben wird und rund 300 Haushalte mit Strom versorgt. Schon seit der Firmengründung vor 18 Jahren wird nachhaltiges Wirtschaften groß geschrieben.
Biogas aus Bioabfall
Die Zahl der Biogasanlagen stieg von 850 im Jahr 1999 auf 2 700 gegen Ende 2005. Für die Verwertung nachwachsender Rohstoffe (NawaRos) erhalten die Anlagenbetreiben neben einer festen Vergütung einen Zuschlag je Kilowattstunde. Högl hat sich eine eigene Marktnische geschaffen: sie produzieren Biogas aus Bioabfall. Ein angeschlossenes Blockheizkraftwerk wandelt das Biogas in Strom um. Die Anlage ging bereits 1995 in Betrieb und war eine der ersten überhaupt, mit der sie absolutes Neuland betraten. 75 Prozent des produzierten Stroms speist Högl ins öffentliche Netz ein. Der Rest wird selbst verbraucht. Richtig rentabel wird eine Biogasanlage aber erst ab einer gewissen Größe. „Die Kosten gehen schnell in die Millionen", weiß Franz Högl aus eigener Erfahrung. Außerdem erfordere der Bau und Betrieb einer solchen Anlage entsprechendes technisches wie ökonomisches Know-how. Dazu gehört auch, dass biologische Bestandteile von nicht abbaubaren Bioabfällen, wie Verpackungsmaterial über eine spezielle Stufe der Nassaufbereitung getrennt werden. Somit werden selbst kleinste Glassplitter automatisch entsorgt, damit keine Störstoffe enthalten sind.
Die Wurzeln sind in der Landwirtschaft
Als die ersten Wertstoffhöfe entstanden, schlug Franz Högl senior dem Landratsamt Kelheim vor, die Grünabfälle der privaten Haushalte zu kompostieren, statt nutzlos unter der Erde zu vergraben. Zusammen mit Wissenschaftlern der TU München-Weihenstephan wurden verschiedene Versuche durchgeführt, schnell wurde die erste Kompostieranlage zum Erfolg. Inzwischen sind zwei weitere Anlagen dazu gekommen, die Gras, Äste und Laub zu Kompost verarbeiten, der die strengen Kriterien der Fachvereinigung Bayerischer Komposthersteller e. V. erfüllt. Eingesetzt wird er im ökologischen Landbau oder er dient zur Bodenverbesserung im Garten- und Landschaftsbau. Und es entspreche auch ganz der Erfahrung Seniors: Nur soviel aus der Natur zu entnehmen, wie man wieder zurückgeben kann.
Cat-Maschinen in der Abfallwirtschaft
Den Grünschnitt holen die sechs eigenen Lkw direkt aus den Wertstoffhöfen aus den umliegenden Landkreisen ab und bringen ihn zur Kompostanlage. Die geschredderten Grünabfälle nehmen zwei Cat-Radlader 930 G und 950 H in Empfang. „Beide Maschinen haben eine High-Lift-Ausstattung und erzielen so eine höhere Reichweite. Damit müssen die Fahrer nicht mehr auf die Mieten fahren, wenn sie das lose Haufwerk abladen. Die Mieten können so höher ausfallen und werden nicht mehr verdichtet, was schlecht für den Kompost wäre, da er sonst siliert“, erklärt Franz Högl. Überzeugt haben die Baumaschinen von Cat aufgrund ihres geringen Spritverbrauchs, des Fahrerkomforts und bei der Kundenbetreuung, insbesondere durch die Zeppelin-Niederlassung München und ihren Verkäufer Josef Gruber. So verfügt der Betrieb auch über weitere Cat-Geräte: ein Kettenbagger 318 CL verrichtet seinen Dienst in einer Kiesgrube von Högl und ein Telehandler 350 B kommt in der Biogasanlage zum Einsatz.
Alle Aufgaben sind klar verteilt: So kümmert sich Franz Högl junior als Landwirtschaftsmeister um den technischen Bereich sowie die Landwirtschaft, die Tochter Rita Högl übernimmt den kaufmännischen Part. Gemeinsam denken sie sich die Unternehmensstrategie aus. Und die umfasst in ihren Augen die Landwirtschaft, Abfallwirtschaft und die Energiegewinnung, die alle ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit stehen.
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