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ZEPPELIN GmbH
Arantxa Dörrié
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4/2008
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A. Dörrié/ A.Bock
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Stetter fräst und mischt sich mit Zeppelin Cat in die Zukunft
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Garching bei München, im April 2008 (zep/AB). Eine neue expansive Ära für das In- und Ausland ist besiegelt: Die F. J. Stetter GmbH, seit 1978 Pionier in der Bodenverbesserung, unterzeichnete am 7. Juli 2007 unter anderem einen Kaufvertrag über sieben Cat Bodenstabilisierer des größten Typs RM-500, die ersten Cat Maschinen dieser Art überhaupt in Deutschland. Damit setzt das Familienunternehmen mit Sitz in Rainau-Buch an der A7 zwischen Würzburg und Ulm ein klares Signal für die Zukunft: Mit Zeppelin und Caterpillar als Partner streben die Bodenverbesserer eine Expansion in dem Markt an, den sie Mitte der 1970er Jahre mitbegründet haben. Die F. J. Stetter GmbH hat allein in 2007 den Umsatz zum Vorjahr um mehr als 30 Prozent gesteigert.
Inspiriert von der Historie der russischen Zaren, die bereits im 17. Jahrhundert in ihre Wege gebrannten Kalk eingearbeitet und somit befestigt haben, und der eigenen Erfahrungen im Umgang mit Böden, entwickelte Franz Josef Stetter als einer der Ersten Verfahren, wie mit Kalk und anderen Bindemitteln Böden technisch wieder tragfähig gemacht werden können. Zunächst im Versuch auf Tagesbaustellen, folgte wenig später der großtechnische Einsatz. Hierbei werden dem Boden angepasste Bindemittel auf der vorgegebenen Fläche mit einem Spezialstreugerät verteilt, eingefräst, gemischt und - auf optimalen Wassergehalt eingestellt - verdichtet. In diesem Zuge begann Stetter selbst Maschinen zur Bodenverbesserung wie Anbaufräsen, Streuer oder Multifunktionsgeräte zu entwickeln, die als ausgesprochen innovative Spezialmaschinen weitgehende Beachtung finden. Sie werden innerhalb der Stetter-Gruppe bei Stetter DUTZI gefertigt und neuerdings mithilfe eines großen Partners weltweit vertrieben. Innerhalb kürzester Zeit galt Stetter mit seinem Spezialverfahren als anerkannter Partner renommierter Tief- und Hochbauunternehmen.
Pionierarbeit
Aufgrund der Pionierarbeit in seinem „Lieblingsmetier“ sowie der hohen Qualität und der Zuverlässigkeit des Unternehmens haben sich in der Referenzliste von Stetter im Laufe der Jahre zahlreiche bedeutende Baumaßnahmen angesammelt, zu deren Erfolg die Bodenverbesserer beigetragen haben. Hierzu gehören beispielsweise die mit 46 Kilometer Länge und circa 2,5 Millionen Kubikmeter zu stabilisierende ICE-Strecke Frankfurt-Köln, oder die Allianz-Arena in München mit 250 000 Quadratmetern. Allein im Legoland bei Günzburg wurden in einer Fläche von nahezu zwei Millionen Quadratmetern und einer Frästiefe von 40 Zentimetern rund 40 000 Tonnen Bindemittel eingefräst. Weiter steht auf der Stetter-Referenzliste die A73 Ebersdorf mit einem Umfang von 546 000 Quadratmetern. Bei der SAP Arena bei Sinsheim standen nicht weniger als 750 000 Quadratmeter und 12 000 Tonnen Bindemittel auf dem Programm. Im Einsatz waren drei Großfräsen. Zur Bodenverbesserung beigetragen hat Stetter auch beim Impuls Stadion des FC Augsburg mit 250 000 Quadratmetern und einer Schichtdicke von 50 Zentimetern sowie beim Bauvorhaben Ladenburger in Kerkingen mit 440 000 Quadratmetern und 40 Zentimetern Tiefe. Aktuell wird in Grafenwöhr eine Erschließung durchgeführt, bei der rund 180 000 Kubikmeter zu stabilisieren sind. Dies ist nur ein kleiner Auszug aus laufenden und bereits fertig gestellten Objekten. Auch die Tagesbaustellen hat Stetter voll im Griff und setzt dabei allein fünf Streu- und Fräsgruppen in Bewegung.
Bodenverbesserung mit Cat – aktueller denn je
Die Erfahrung von Stetter erfährt eine stark zunehmende Beachtung. Denn das Geschäftsfeld der Bodenverbesserung gewinnt allgemein an Bedeutung. Dafür verantwortlich sind sowohl ökonomische als auch ökologische Gründe: So können mit einer Tonne Kalk je nach Bodenbeschaffenheit durchschnittlich rund 60 Tonnen Boden stabilisiert werden. „Mit einer Tonne Kalk eingearbeitet kann ich die Entsorgung von jeweils 60 Tonnen Boden sowie den Antransport von 60 Tonnen Fremdmaterial also in jeder Hinsicht einsparen. Das wiederum spart Kosten – auch im Zusammenhang mit den enorm hohen Dieselpreisen -, verkürzt die Arbeitszeiten auf den Baustellen und trägt zudem erheblich zur Verminderung des CO2-Ausstoßes bei. Unabhängig davon schreibt auch das Kreislaufwirtschaftsgesetz vor, dass kein Boden weggefahren werden darf, der auf der Baustelle wieder verwendet werden kann“, informiert Firmenchef Franz Josef Stetter. Da sowohl die Beschaffungspreise von gutem Kies oder Schotter sowie die Entsorgungspreise des zunächst unbrauchbaren Bodens und zusätzlich auch die Transportkosten steigen, entsteht ein wirtschaftlicher Druck, den vorhandenen Boden effektiv zu nutzen. Hinzu kommen die engen Zeitfenster bei den Bauvorhaben, die durch das Verfahren der Bodenverbesserung vor Ort termingerecht ausgeführt werden können. Da gleichzeitig das ökologische Bewusstsein vorrangig zunimmt und insofern ökonomisch-ökologische Fragestellungen beim Bauen an Bedeutung gewinnen, entsteht auch von dieser Seite ein Druck, neue Lösungen nicht mehr in Frage zu stellen.
Familienunternehmen Stetter auf Expansionskurs
Aufgrund der steigenden Bedeutung der Bodenverbesserung will Stetter nun sein fundiertes Wissen zum erfolgreichen Ausbau der Geschäftsaktivitäten des insgesamt 150 Mitarbeiter starken Familienbetriebs in der Stetter Group verwenden. Hierzu hat sich die Firma nach zehnjähriger Zusammenarbeit zu einem Wechsel von seinem bisherigen Hersteller und Lieferanten von Bodenstabilisierern unter anderem zu Zeppelin beziehungsweise Caterpillar entschieden, „auch deshalb, weil wir glauben, mit unserem bisherigen Hersteller, auch im Vertrieb und Servicebereich, nicht die Ziele zu erreichen, die wir für unsere Philosophie und Zukunft anstreben möchten“, so Franz Josef Stetter. Sowohl die Aktivitäten in Deutschland wie auch im Ausland sollen ausgebaut werden. „Abgesehen davon, dass Zeppelin mit Caterpillar das Top-Produkt anbietet, ist das Unternehmen für uns als Partner auch deshalb interessant, da es flächendeckend einen Spitzen-Service leistet und darüber hinaus auch im europäischen Ausland, wo wir verstärkt expandieren, über die entsprechenden Tochtergesellschaften und Servicezentren verfügt“, so Stetter weiter. Darüber hinaus will Stetter auch ins Vermietgeschäft einsteigen. „Im Rahmen der neuerlichen Belebung im Wirtschaftsbau wollen wir mithilfe der Vermietung unserer Maschinen und Auftragsabwicklung mitwachsen.“ Auch für die Nachfolge hat der bodenständige Unternehmer, der in seiner Freizeit leidenschaftlich Traktoren sammelt und unter anderem Europas größten Schlepper, den Schlüter Profitrac 5000 TVL mit 500 PS (ein Unikat) sein Eigen nennt, schon gesorgt: Mittlerweile ist Sohn Markus bereits als Gesellschafter zuständig für die Bodenverbesserung der Firma F. J. Stetter GmbH.
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