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ZEPPELIN GmbH
Arantxa Dörrié
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Datum
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Autor
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6/2007
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A. Dörrié/ S. Reimann
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Bauen nicht nur für führende Staatschefs der Welt
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Garching bei München, im Juni 2007 (zep/SR). In Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern trafen sich vom 6. bis 8. Juni die Staats- und Regierungschefs der USA, von Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und Russland zum G8-Gipfel. Absperrungen waren beileibe nicht die einzige Baumaßnahme. Neu gebaut wurde ein 568-Meter-Teilstück der Kühlungsborner Strasse, die zum Grand Hotel Kempinski, dem Tagungsort des G8-Gipfels 2007, führt. Das Bauvorhaben wurde von der Europäischen Gemeinschaft co-finanziert und von Merkel Ingenieur Consult geplant. Auftragnehmer war die Firma Müsing aus Rostock, die die Baumaßnahme an das Subunternehmen, HWS-Baumaschinen, vergab.
Auf der Bauma vorgesorgt
Mit dem Straßenbau beschäftigt sich HWS-Baumaschinen schon seit Jahren. Das Unternehmen wird hinzugezogen bei der Beratung von Projekten, liefert die passenden Straßenbaugeräte, stellt aber auch qualifiziertes Fachpersonal bereit, das im Umgang mit den Maschinen versiert ist. Außerdem verfügt es über einen stattlichen Fuhrpark, der auf der diesjährigen Bauma mit 23 Cat-Straßenbaugeräten aufgestockt wurde. Für die Baustelle in Heiligendamm waren ein Cat-Fertiger AP 755 mit der Einbaubohle AS 4251 sowie eine Cat-Walze CB 214E im Einsatz. Sie mussten 40 000 Quadratmeter neuen Asphalt aufbringen, der erst angedrückt und dann nachverdichtet wurde.
An einem einzigen Tag war die komplette, vier Zentimeter starke Deckschicht fertig zu stellen. Da hieß es für die acht Mann starke Straßenbau-Kolonne: sich ranhalten. Gefordert war eine nahtlose Strassendecke. Zu gute kam den Mitarbeitern, dass die Einbaubohle AS 4251 am Cat-Fertiger AP 755 hydraulisch von 2,50 Meter Grundbreite auf doppelte Einbaubreite ausgefahren werden kann, wobei nur kurze Rüstzeiten anfallen. „In der Hälfte der Fälle genügt eine Arbeitsbreite von fünf Metern voll und ganz. Mechanisch lässt sich der Cat-Fertiger aber bis auf 7,80 Meter verbreitern, um nahtlos einbauen zu können. In Heiligendamm reichten für die Straßenbreite sechs Meter aus“, erklärte Ulrich Schmelzeisen, als Zeppelin-Produktmanager zuständig für die Straßenbaugeräte.
Dampf geben
Das Fahrwerk des Fertigers, der sich gleichmäßig mit vier Metern pro Minute vorwärts bewegte, bot mit seinen Stahlketten und Gummibodenplatten eine gute Traktionsleistung und sorgte für gute Ebenflächigkeit. Zwei unabhängig proportional gesteuerte Schnecken- und Kratzerbandeinheiten bewirkten einen konstanten Transport des Materials zur Einbaubohle. Automatisch ließ sich einstellen, dass die Bohle während des ganzen Einbauvorgangs auf dem zuvor festgelegten Straßenniveau blieb. Ultraschall tastete die Reverenzfläche ab und regelte über eine Elektronik die Einbauhöhe, um die Höhengleichheit während der ganzen Straßenlänge konstant zu halten. Ein starker Ostseewind und Temperaturen von vier Grad Celsius erschwerten den Verdichtungsvorgang und führten zu relativ kurzen Verdichtungszeiten. Fertiger und Walze blieb nur ein kurzes Zeitfenster von bis zu sieben Minuten für den Einbau und die Endverdichtung. Der Asphalt wurde von Hanse Asphalt aus dem 50 Kilometer entfernten Rostock geliefert. Damit das Material nicht so schnell auskühlte, war die heiße Ladung auf den Lkw mit Planen abgedeckt. Sogar beim Abladen blieben die Planen geschlossen und Mitarbeiter und Maschinen arbeiteten mit Hochdruck, den Asphalt möglichst schnell einzubauen.
Zusätzlich verengte sich das Zeitfenster, da der Kolonne nur eine Stunde blieb, den Anschluss zwischen Straße und Eisenbahnschienen der Bäderbahn Molli, einer mit Dampf betriebenen Schmalspurbahn, fertig zu stellen. Dann schloss die Bahnschranke den Bahnübergang und die Dampflok zeigte gleich, dass Mitarbeiter und Maschinen sauber gearbeitet hatten. „Deshalb brauchen wir Fachleute, die die Maschinen bedienen können und wissen, wie man mit ihnen umgehen muss“, so Thomas Hoer, Einweiser und Vorarbeiter von HWS-Baumaschinen, die seit etwa 500 Betriebsstunden den Cat-Fertiger einsetzen. „Das Gerät lässt sich schnell und einfach bedienen, was für uns ein großer Vorteil ist, da wir es auch anderen Firmen in ganz Deutschland vermieten“, meint er. „Fällt einmal der Fahrer aus, kann seine Aufgabe von anderen aus der Straßenbau-Kolonne übernommen werden und die Arbeiten ruhen deshalb nicht, sondern können weiter geführt werden.“
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