Zeppelin Konzern mit Neuheiten auf der IBA 2018

31.07.2018

Auf der IBA stehen die Effizienzsteigerung und Automatisierung im Mittelpunkt der Innovationen des Zeppelin Anlagenbaus.

Rödermark, 01. August 2018. Eine Vielzahl an Innovationen präsentiert der Zeppelin Anlagenbau, Rödermark (Deutschland) auf der diesjährigen IBA (Halle B6, Stand 351) in München. Der Experte für die Teigherstellung hält dabei in den unterschiedlichsten Bereichen neue Produkte und Systeme für die Besucher bereit. Von verfahrenstechnischen Komponenten über Automatisierungskonzepte bis zu kompletten Systemen zum Mischen und Kneten wurde das Produktprogramm überarbeitet.

Auch wenn alle Welt im Moment dem Thema Digitalisierung den Vorrang gibt – es gibt jede Menge Potential bei den Standardtechnologien zur Effizienzsteigerung von Anlagen“, so Michael Piepenbrock, Business Unit Leiter Food Processing Plants bei Zeppelin. „Dieses Potential haben wir gehoben – sowohl im verfahrenstechnischen wie auch im Automatisierungs-Bereich. Dass wir als führender Anlagenbauer den Anspruch haben, auch im Bereich Digitalisierung die Nase vorn zu haben, versteht sich von selbst“.

Weltneuheit im Bereich kontinuierliche Teigherstellung

Das kontinuierliche Knetsystem CODOS wurde komplett überarbeitet und präsentiert sich in neuem Design und mit neuem Namen: CODOS NT. So kommt unter anderem ein neues Antriebssystems zum Einsatz, was eine deutliche Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Baugrößenreduzierung zur Folge hat. Der neue CODOS NT reduziert die Betriebskosten, ist wartungsfreundlicher und besticht durch seine extrem hohe Verfügbarkeit. Auf der IBA wird das neue System in Kombination mit dem ebenfalls überarbeiteten Anteigsystem DymoMix erstmals der Fachöffentlichkeit gezeigt. Das Vorgänger-Modell Codos wurde über 100 mal installiert.

Automatisierungskonzepte der Zukunft

Der Zeppelin Anlagenbau setzt seit mehreren Jahren auf eine breit angelegte Digitalisierungsstrategie, die unter dem Produktnamen MIRA gebündelt werden. Gerade die Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren hat gezeigt, dass sich die Automatisierung von Anlagen auch in der Backwarenindustrie verändern wird. So werden in Zukunft Systeme benötigt, die eine bessere Skalierbarkeit ermöglichen und sich damit sowohl für kleine als auch große Anlagen eignen. Aber auch Themen wie Konnektivität und Vernetzung müssen umgesetzt werden. Dafür ist es nötig, die bestehende Automatisierungsstruktur aufzubrechen. Wie dies gelingt, zeigt Zeppelin Anlagenbau auf der IBA. Das System Prisma Web 3.0, das in Zukunft cloudfähig und über Webserver bedienbar ist, wird ebenso live vorgestellt wie die Bedienung eines Handverwiegeplatzes über Gestensteuerung.

MIRA - Einstieg in die digitale Fabrik

Mit dem Produkt MIRA Connect können Komponenten automatisch identifiziert und spezifische Informationen auf mobilen Endgeräten bereitgestellt werden. MIRA Connect liefert genaue Informationen zu Spezifikationen, Ersatzteillisten, Anweisungen zurInbetriebnahme, Bedienung, Wartung oder Serviceintervallen. Jedes beliebige Produkt kann damit ausgestattet werden, egal welcher Hersteller sich dahinter verbirgt. Zeppelin hat hier eine horizontale Plattform geschaffen, die es dem Kunden ermöglicht den Service, die Wartung und Instandhaltung seiner Fabrik auf einen Blick zu managen. Frontend beim Techniker, backend beim Service,- oder Produktionsleiter. Auch der Zugriff auf HTML

basierte Maschinensteuerungen ist möglich. MIRA Connect ermöglicht somit einen Einstieg in alle Anlagenteile einer Fabrik schafft Transparenz und Überblick direkt beim Servicetechniker oder dem Maschinenführer. Größter Vorteil von MIRA Connect: Es kann jede Komponente oder Maschine nachgerüstet

werden, vom Hersteller unabhängig und ohne Assistenz von Zeppelin.

Neue Steuerungstechnik

Mit MIRA Control gewährt Zeppelin den Messebesuchern einen Blick in die nahe Zukunft: Der softwarebasierende Ansatz, der in Verbindung mit handelsüblichen Controllern zukünftig die Steuerung der einzelnen Komponenten übernimmt, ist bereits in anderen Branchen im Einsatz und wird speziell für die Backwaren-Industrie adaptiert. MIRA Control ist modular, offen und IoT ready. Damit lässt sich dieser Baustein in jedes bestehende Kundensystem integrieren. Er basiert zudem auf Standards, wie ISA S 88/ISA 95 und verfügt über standardisierte Schnittstellen, wie Profibus oder Modbus. Vorteil von MIRA Control ist, dass

unter anderem die Konfiguration der einzelnen Komponenten einfacher wird. Die Bedienung und Beobachtung wird zum Beispiel direkt über einen Laptop oder ein Smartphone. mit MIRA Connect möglich sein. Damit lassen sich alle relevanten Parameter der Komponente sehr einfach und schnell einsehen oder andere anpassen.

Weichen und Schleusen mit höherer Leistung

Ebenfalls völlig überarbeitet wurde das Weichen- und Schleusenprogramm im Nieder,- und Mittedrucksegment. Die Komponenten sind nun leistungsstärker, leichter, druckfester und serienmäßig digital mit MIRA Connect ausgestattet, was sich ebenso positiv auf die Betriebskosten auswirkt, wie das geringere Gewicht und die geringeren Baugrößen. Für diese Komponenten im Hygenic-Design ist EHEDG in Vorbereitung. Bereits eingesetzte Schleusen und Weichen können problemlos durch die neue Komponenten-Generation ausgetauscht werden.