Die "K" in Düsseldorf: "Zeppelin sieht das große Ganze"

18.10.2016
von schwäbische.de

Häfler Ingenieursleistung ist weltweit führend – Die Industrie 4.0 kann kommen, Zeppelin ist darauf vorbereitet

Die Strategische Geschäftseinheit Anlagenbau des Zeppelin Konzerns präsentiert auf der weltweit größten Messe für die Kunststoffindustrie, der „K“ in Düsseldorf, eine Innovation im Anlagenbau. Statt verschiedener Exponate geht es um Ingenieurs-Kompetenz. Zeppelin entwirft komplette Anlagen. Die Kunden bekommen die Architektur für ihre Bedürfnisse, und dass alles aus einer Hand.

„Zeppelin sieht das Große Ganze“, sagt Geschäftsführer Rochus C. Hofmann und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Zeppelin Anlagenbau bietet Ingenieurs-Kompetenz für die Kunststoff-verarbeitende oder herstellende Industrie – ähnlich der Architekturleistung im Bauwesen. Es sind nicht mehr die Anlagenbestandteile alleine, die die Position des Konzerns am Markt unterstreichen, sondern ein umfassendes Angebotskonzept. Die Kunden haben eine Idee, eine Vision oder Vorstellung dessen, was sie brauchen, Zeppelin entwirft die Anlage komplett, auch mit fremden Bestandteilen.

 Zeppelin im Wandel Zeppelin im Wandel Zeppelin

„Zeppelin ist vom Apparate- oder Silobauer zum Ingenieursunternehmen gewandelt“, sagt Hofmann in Düsseldorf. Das Unternehmen übernimmt die Verantwortung für die komplette Anlage. Wo früher weltweit die Silos vor Ort aufgebaut wurden, stehen heute regionale Konkurrenten bereit. In der Strategie, eine Anlage komplett zu entwickeln und damit Architekt für die Vision der Kunden zu sein, steht Zeppelin führend am Markt und bietet Ingenieurstechnik, die vor Ort keine Konkurrenz hat. Die Kunden würden ihre Anlagen zudem in sehr kurzer Zeit entworfen haben wollen. Das schafft Zeppelin in der Hälfte der bisherigen Zeitspanne. „Time to Market“ – die Zeit, bis die Anlage produzieren kann – werde immer wichtiger, sagt Hofmann. Schon nach rund sechs Wochen könne der Kunde dank digitaler Technik seine Anlage sehen, sie virtuell begehen, testen und für gut befinden. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Konzentration auf Kunststoffrecycling sein. Dieses Segment, das mittlerweile keinen Hauch von Abfallprodukten hat, sondern Rohstoffproduktion darstellt, ist weltweit auf dem Vormarsch.
Ebenso wichtig ist für Zeppelin die Industrie 4.0. Schon ab 2017 liefert der Konzern intelligente Anlagen. Dabei sind digitale Bauteile an allen Teilen der Anlage verbaut, die nicht nur übermitteln, was sie sind und wie sie funktionieren, sondern künftig auch, was an ihnen defekt ist oder wie Probleme behoben werden können. Die von Zeppelin entwickelte Smart Components App hilft mit einem System, das umfangreicher ist, als heutige Kommunikationsprogramme, mit Informationen und Chat zu den Zeppelin-Fachleuten sieben Tage, 24 Stunden lang. Das Angebot trifft den Nerv, sagt Axel Kiefer, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Zeppelin Systems. „Der Stahl wird intelligent“, sagt Kiefer und demonstriert das von Dietmar Dieing entwickelte System. Dieing ist verantwortlich für die Neuentwicklung bei Zeppelin. Der erste Tag der Weltmesse war für Zeppelin Systems schon ein großer Erfolg.

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„Zeppelin ist vom Apparate- oder Silobauer zum Ingenieursunternehmen gewandelt“

Rochus C. Hofmann, Geschäftsführer Zeppelin Systems GmbH