Schneller und effizienter in den Markt

21.08.2016
von K Zeitung Online

Heute werden in der Kunststoffherstellung und -verarbeitung selbst Investitionsentscheidungen im Milliarden-Umfang in sehr kurzer Zeit entschieden. „Im Schnitt verbleiben etwa 50 Prozent weniger Zeit von der Investitionsentscheidung bis zur Inbetriebnahme als noch vor einigen Jahren, schätzt Rochus Hofmann, Geschäftsführer bei Zeppelin Systems. Nur mit einer schnelleren und besseren Planung lässt sich diesen Herausforderungen begegnen.

Der Friedrichshafener Anlagenbauspezialist demonstriert auf der K daher seinen Weg bei der Planung und dem Design von Anlagen in der Kunststoffbranche. Zeppelin Systems beherrscht als Architekt von Anlagen sämtliche Prozesse und fungiert als Systemintegrator. Damit lässt sich der Zeitraum für die Time-to-Market erheblich verkürzen. „Wir denken inzwischen wie ein Architekt, um die Ideen unserer Kunden in ein funktionierendes Konzept umzusetzen“, beschreibt Hofmann den Weg. „Wir vermitteln unseren Kunden wertneutral, welche Lösung die beste ist. Der Kunde entscheidet, was er möchte und wir sorgen dafür, dass alle Elemente optimal mit einander verbunden werden.“ Für den Kunden zahlt sich dies gleich doppelt aus, indem er eine größere Auswahl bei den Produkten zur Verfügung gestellt bekommt und der Gesamtprozess optimiert wird.

Während ein Maschinenbauunternehmen um die Maschine herum plant, geht ein Anlagenbauunternehmen aus übergeordneter Sicht an die Planung heran. Zeppelin Systems bedient sich hierfür mehrerer moderner Planungswerkzeuge. Dazu gehört etwa das Konzept Zeppelin Value Engineering, mit dem zu einem sehr frühen Stadium eine ausführliche Diskussion und Optimierung des Anlagenentwurfes im digitalen Modell möglich ist. Aus diesen Ergebnissen resultiert eine bessere konzeptionelle Lösung, die etwa zu optimierten Rohrleitungen, einer geschickteren Raumaufteilung bzw. einer perfekten Aufstellung aller Anlagenteile und kürzeren Wegen führt.

Eine innovative Planungssoftware unterstützt den Prozess. „Wir nutzen die gleichen Tools wie internationale Kontraktoren, so wird jede Anlage mit 3D-Technologien durchgeplant“, erklärt Hofmann. Von diesen Erfahrungen profitiert man auch beim Revamping. So kann mit Hilfe eines 3D-Laserscanning ein präzises Modell einer Bestandsanlage erstellt werden. Dies ist immer dann hilfreich, wenn Umbauten im Laufe der Zeit nicht vermerkt wurden, die Datenformate nicht konvertierbar sind oder die Zeichnungen nicht der Realität entsprechen. Auf dieser Grundlage kann sachkundig entschieden werden, welche Komponenten der Altanlage verbleiben, verschoben oder im Zuge der Modernisierung demontiert werden dürfen. Ein Umbau einer Anlage kann somit präzise geplant und mit geringer Produktionsunterbrechung und hoher Sicherheit durchgeführt werden. Zeppelin Systems begleitet damit Anlagen für die Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen von den ersten Planungsschritten über die Ausführung bis zur Begleitung des gesamten Lebenszyklus inklusive Modernisierung.

In Zukunft wird es darum gehen, den Planungsprozess weiter innovativ zu gestalten. Etwa, in dem die Digitalisierung weiter vorangetrieben wird – nicht nur für die Planung, sondern auch für den Einsatz von Komponenten mit der Fähigkeit, in digitalen Netzen zu kommunizieren. Für die Eigenkomponentenentwicklung  setzt Zeppelin unter dem Arbeitstitel „smart components“ einen Schwerpunkt in dieses neue Segment und präsentiert daher auf der K 2016 in Halle 9, Stand B41 in Düsseldorf auch neue Ideen rund um das Thema Industrie 4.0.

„Wir denken inzwischen wie ein Architekt, um die Ideen unserer Kunden in ein funktionierendes Konzept umzusetzen“

Rochus Hofmann, Geschäftsführer Zeppelin Systems GmbH