Nachwuchs ausgezeichnet: Zeppelin Jugendstiftung verleiht JUST! Award 2019

15.05.2019, Friedrichshafen

Auszeichnung überzeugender schulischer Projekte und wissenschaftlicher Arbeiten unter dem Motto „Zeppelin ist Zukunft“

Bereits zum dreizehnten Mal zeichnete die Zeppelin Jugendstiftung JUST! Schüler/innen und Studierende aus, die herausragende Leistungen erbracht haben. Die Stiftung lobt alle zwei Jahre Förderpreise im Gesamtwert von bis zu 25.000 Euro für herausragende Arbeiten aus den Disziplinen Naturwissenschaft und Technik, Wirtschafts-, Sozial- und Kulturwissenschaften aus.

Auf Einladung von Andreas Brand, Vorsitzender des Kuratoriums und Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen und Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH und des Vorstands der Zeppelin Jugendstiftung JUST!, verfolgten am 14. Mai 2019 in der Zeppelin Universität mehr als 150 Besucher die diesjährige Preisverleihung. „Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr fünf Projekte auszeichnen und fördern können. Wir möchten damit junge Menschen ermutigen, neugierig zu sein, neue Wege und Lösungen zu suchen und ihr Potential zu entfalten“, erklärt Andreas Brand.

Drei der insgesamt fünf ausgezeichneten Projekte stammen aus dem schulischen Bereich. Für ihre Entwicklung eines „intelligenten Pflasters“ wurden vier chemie- und technikbegeisterte Schülerinnen des Montfort Gymnasiums Tettnang mit einem Förderpreis von 5.000 Euro ausgezeichnet. Bereits seit dreieinhalb Jahren forscht das Schülerteam an der Entwicklung eines Heftpflasters, das die Körpertemperatur messen und bei Erhöhung derselben ein fiebersenkendes Medikament freisetzen kann. Der Mechanismus wird von einer ebenfalls selbst programmierten App durch den Patienten oder Arzt gesteuert. Die Schülerinnen haben eigenständig Konzepte entwickelt und optimiert, chemische Reaktionen durchgeführt und verschiedene Wirkstoffe und Materialien getestet.

Über einen Förderpreis von 3.000 Euro konnte sich das sechsköpfige Schülerteam der Wissenswerkstatt Friedrichshafen e.V. in Kooperation mit dem Karl Maybach Gymnasium freuen. Ihre umfassende Entwicklung eines SmartHome Modells überzeugte die Jury:

Neben der Programmierung der Mikrocontroller und der Erstellung von Schaltplänen, gehörte dazu auch die Verkabelung, der Test und der Einbau der Komponenten in das Modell. Die Sensoren, welche unter anderem Regen, Tageslicht und Posteinwurf kontrollieren, sind beispielsweise mit Jalousie-Motoren, Fenstersteuerung und Lichtsteuerung gekoppelt. Benachrichtigungen werden über das Internet auf Handys geleitet.

Für ein Projekt der Ludwig-Dürr-Schule gab es einen „Anerkennungspreis“ in Form eines hergerichteten Bauwagens, der dort weiter als Besprechungs- und Diskussionsraum verwendet werden soll. Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse werden seit 2018 zu Konfliktbegleitern ausgebildet. Mittlerweile stehen 24 Konfliktbegleiter in den Pausen zu Verfügung und können freiwillig aufgesucht werden; künftig in dem eigens dafür zu Verfügung stehenden Bauwagen. Die Konfliktbegleiter haben sich gemeinsam einen Ehrenkodex auferlegt, den alle Gruppenmitglieder einhalten müssen, um so Vertrauen und Neutralität zu wahren. Das Projekt wurde mittlerweile so gut angenommen, dass sich die Schüler für den Job als Konfliktbegleiter bewerben müssen.

Außerdem fanden zwei Arbeiten aus dem wissenschaftlichen Bereich die besondere Beachtung der Jury und wurden mit je 7.500 Euro prämiert. Frau Carolin Reutter beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit der Qualitätsprüfung von Glasringen. Als Träger von Kleinstteilen werden die Glasringe in Analysemaschine verbaut, um eine Maßhaltigkeitssprüfung der Teile durchzuführen. In der Masterarbeit wurde eine Glasring-Prüfapparatur optimiert, um die Qualität der Glasringe zu qualifizieren. Das Ergebnis – gleichbleibende Glasringqualität und eine erhebliche Zeitersparnis bei der Glasringuntersuchung – findet heute im Unternehmen VisiControl, bei dem Frau Reutter nach ihrer Masterarbeit übernommen wurde, Anwendung.

In ihrem Projekt „Wiederholen – Vertiefen – Vernetzen“ haben sich die Studenten des Studiengangs „Maschinenbau – Konstruktion und Entwicklung – Leichtbau“ der DHBW mit verschiedenen Lehrmethoden auseinandergesetzt. Ihr Ziel ist es, die Vorlesungsinhalte durch Anwendung verschiedener Lehrmethoden abwechslungsreich und interessant zu gestalten, so dass Vorlesungsinhalte schnell verstanden und wiedergegeben werden können. Hierzu zählten sie neben dem Frontalunterricht u.a. auch die Durchführung von Messen- & Unternehmensbesuchen, sowie Laborversuche und geführte Diskussionen.

Das Projekt zeigte, dass die Studenten durch eine aktivere Teilnahme an den Vorlesungen deutlich bessere Ergebnisse erzielten.

Die prämierten Projekte wurden von zwei jungen Ingenieuren aus dem Zeppelin Konzern vorgestellt. Pia Spielvogel, Process Engineer Verfahrenstechnik und Paul Schladebach, Project Engineer, hatten die Projekte zuvor als Tutoren begleitet. Abgerundet wurde die Veranstaltung von einem Impulsvortrag zum Thema „Wie wir arbeiten und was wir fordern – Wie die digitale Generation – nicht nur – die Berufswelt revolutioniert“ vom jungen Autor Philipp Riederle und musikalischer Begleitung der Landespreisträger „Jugend musiziert“ Baden-Württemberg 2019.

Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH und des Vorstands der Zeppelin Jugendstiftung JUST!, bringt die Preisverleihung auf den Punkt: „Es ist spannend zu sehen, wie das Thema Digitalisierung in nahezu allen Bereich Einzug findet. Es ist wichtig, dass wir die jungen Menschen ermutigen, vielfältige Lösungen zu suchen und neue Wege zu beschreiten. Deshalb freue ich mich sehr, wenn wir mit jeder Preisverleihung einen direkten Kontakt zu den Schülern und Studierenden schaffen und damit die jungen Nachwuchstalente für unser Unternehmen interessieren können.“

Bildunterschrift:

Foto 1: Die Teilnehmer der JUST! Jugendstiftung Award Preisverleihung© Zeppelin GmbH

Foto 2: Keynote Speaker Philipp Riederle; Alexandra Mebus, Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Zeppelin GmbH und Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH (v.l.n.r.)        © Zeppelin GmbH

Zur Veröffentlichung, honorarfrei. Belegexemplar oder Hinweis erbeten.

Über die Zeppelin Jugendstiftung JUST!

Die Zeppelin Jugendstiftung JUST! wurde 1990 von der Zeppelin GmbH und der Luftschiffbau Zeppelin GmbH ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Aus- und Fortbildung junger Talente aus der Region Friedrichshafen und Ravensburg-Weingarten zu fördern. Teams und Einzelpersonen sind dazu aufgerufen, ihre Projekte in Naturwissenschaft und Technik, Wirtschafts- sowie Sozial- und Kulturwissenschaften einzureichen. Die besten Leistungen werden mit Förderpreisen im Gesamtwert von bis zu 25.000 Euro ausgezeichnet und mit dem JUST! Award prämiert. Weitere Informationen unter www.just-zeppelin.com.