Zeppelin Konzern präsentiert Automobil der Spitzenklasse: Gaylord Gladiator Unikat aus dem Jahr 1957

17.05.2018, Garching bei München

Das Unternehmen enthüllt den perfekt erhaltenen Sportwagen im Rahmen der Ausstellung „Innovationen! Zukunft als Ziel" im Zeppelin Museum Friedrichshafen.

Es geht um ein Unikat aus der Zeit des Wirtschaftswunders und ein Stück Friedrichshafener Industriegeschichte. Auf Wunsch eines reichen Bruderpaares aus den USA baute der Zeppelin Konzern im Jahr 1957 ein einzigartiges Automobil, den Gaylord Gladiator. Über 60 Jahre lag das weltweit einmalige Fahrzeug im Verborgenen. Durch einen Zufall bekam der Zeppelin Konzern das Unikat und damit ein Puzzlestück seiner unternehmerischen Wurzeln wieder.

Die Geschichte des Gaylord Gladiator

Mitte der 50-er Jahre erreichte die Fahrzeuginstandsetzung Friedrichshafen (FIF), die Teil des Zeppelin Konzerns wurde, der Auftrag für den Bau eines spektakulären Fahrzeugs. Zwei reiche amerikanische Brüder, Jim und Ed Gaylord, hatten sich zum Ziel gesetzt, einen Sportwagen der Superlative bauen zu lassen. Über ein Jahr lang wurde in Friedrichshafen an einem extrem aufwändigen und kostspieligen Sportwagen gearbeitet: Dem Gaylord Gladiator. Insgesamt wurden nur drei Chassis gefertigt, lediglich eines wurde final karossiert. Nach der Fertigstellung des Fahrzeugs im Jahr 1958 ging der Wagen mit samt eines Rolling Chassis in den Privatbesitz der Familie Gaylord über. Das dritte gefertigte Chassis gilt bis heute als verschollen. Nach Restaurationsarbeiten die das Fahrzeug sowie das Rolling Chassis nahezu in seinen Originalzustand versetzten, wurde der perfekt erhaltene Gaylord Gladiator mit samt des Chassis, zahlreichen Ersatzteilen, Konstruktionszeichnungen und weiteren historischen Dokumenten an einen betagten Autosammler aus Arizona verkauft.

Anfang des Jahres 2017 erhielt der Zeppelin Konzern über das Zeppelin Museum Friedrichshafen ein Kaufangebot für das historische Fahrzeug. Ein Glücksfall für den Konzern, da das Fahrzeug viele Jahre im Verborgenen lag und als verschollen galt. „Der Gaylord Gladiator hat für uns als Unternehmen einen unschätzbaren historischen Wert. Mit seiner außergewöhnlichen Verarbeitung und der absoluten Kundenorientierung bei der Anfertigung des Wagens steht der Gaylord auch heute noch für Werte, die den Zeppelin Konzern zu einem führenden Lösungsanbieter in seinen Tätigkeitsbereichen machen", sagt Peter Gerstmann, Vorstandsvorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH. Der Zeppelin Konzern hat seinen Ursprung in der Metallindustrie und beschäftigt heute über 8.300 Mitarbeiter an 190 Standorten in 35 Ländern. Das Unternehmen folgt dem Motto „We Create Solutions" und bietet Lösungen für die Bauwirtschaft und den Anlagenbau an.

Für die Stadt Friedrichshafen ist das außergewöhnliche Fahrzeug nicht nur ein besonderer Publikumsmagnet, sondern auch historischer Beleg für die starke Innovationskraft der Stadt. „Insbesondere durch die Luftfahrt spielte Friedrichshafen seit Anbeginn der Industrialisierung in eine besondere Rolle im Bereich Mobilität – der Gaylord Gladiator ist ein weiterer Beleg für die visionäre Stärke und Einzigartigkeit der Stadt", sagt Andreas Brand, Aufsichtsratsvorsitzender der Zeppelin GmbH und Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen, stolz.

Seiner Zeit voraus: Technische Raffinesse kombiniert mit deutscher Wertarbeit

Nicht nur das Design des Gaylord Gladiator welches auf Brooks Stevens – einer wahren Größe im US-Automobildesign – zurückgeht, sondern auch die Technik des Sportwagens sind in Anbetracht des Baujahrs 1957 spektakulär. Neben Annehmlichkeiten wie elektrisch verstellbaren Sitzen, elektrischen Fensterhebern, Servolenkung, Bremskraftverstärker und Klimaanlage, verfügte der Gaylord Gladiator auch über ein Coupé Dach, welches per Knopfdruck vollständig im Kofferraum versenkt werden konnte. Diese Ausstattungselemente waren zu dieser Zeit absolut einzigartig auf dem internationalen Automarkt.

Trotz des aufwändigen Gesamtkonzepts, der vielen Innovationen und der hohen Qualitätsanforderungen stellte sich der Erfolg einer geplanten Kleinserie von 25 Fahrzeugen bei einem Verkaufspreis von 10.000 US-Dollar pro Sportwagen nie ein. Nur eines von 25 geplanten Fahrzeugen wurde jemals fertiggestellt. Schnell erwies sich der kalkulierte Verkaufspreis als unrealistisch, weitere Preisanpassungen durch weitere Innovationen wie dem Einbau einer Klimaanlage machten das Fahrzeug unerschwinglich. Um wirtschaftlich zu bleiben wurde der Preis zunächst auf 15.000 US-Dollar, dann auf 17.500 US-Dollar nach oben korrigiert. Zum Vergleich: Ein Mercedes 300 SL kostete damals etwa 32.000 DM. Bei einem Kurs von 4,20 DM pro Dollar war der Gaylord Gladiator damit mehr als doppelt so teuer und kostete Mitte der 50-er Jahre umgerechnet etwa 73.500 DM. Als weltweit einzigartiges Fahrzeug ist der Gaylord Gladiator damit nicht nur ein besonderes Unikat der Oldtimerbranche und ein wertvoller Schatz für den Zeppelin Konzern, sondern ein wahres Schmuckstück Friedrichshafener Industriegeschichte.

Der Gaylord Gladiator im Zeppelin Museum Friedrichshafen

Das perfekt erhaltene Fahrzeug, das fahrfähige Chassis sowie die spannende Historie seiner Entstehung und seiner Geschichte werden zur Ausstellungseröffnung „Innovationen! Zukunft als Ziel" am 17. Mai um 19.30 Uhr in Deutschland der Öffentlichkeit präsentiert. Vom 18. Mai bis 04. November wird der Gaylord Gladiator im Rahmen der Ausstellung „Innovationen! Zukunft als Ziel" im Zeppelin Museum in Friedrichshafen zu sehen sein. Danach wird er dem Zeppelin Museum als Dauerleihgabe des Zeppelin Konzerns auf unbestimmte Zeit zur Verfügung gestellt.

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