Zeppelin liefert umweltfreundliche Motoren für die Schifffahrt

08.05.2018, Hamburg

Geschäftseinheit Power Systems des Unternehmens leistet mit LNG (Flüssigerdgas)-Motoren Beitrag zum Umweltschutz

Der Zeppelin Konzern unterstützt die Etablierung von LNG (Liquefied Natural Gas) als umweltfreundlichen Kraftstoff. Mit Gas- und Dual-Fuel-Motoren der Geschäftseinheit Power Systems können Schiffe sowohl im Hafen als auch auf See mit Flüssigerdgas betrieben werden. Dieses ist im Vergleich zu Schweröl und Marinediesel deutlich emissionsärmer. Einen großen Erfolg stellt die Lieferung von umweltfreundlichen Flüssiggas-Motoren an die Carnival Corporation dar.

Die Carnival Corporation, eines der weltweit größten Kreuzfahrtunternehmen und Mutterkonzern von AIDA Cruises, vertraut bei ihrer derzeit auf der Meyer Werft im Bau befindlichen „AIDAnova“ auf den Zeppelin Konzern. „AIDAnova“ wird das weltweit erste Kreuzfahrtschiff sein, das sowohl im Hafen als auch auf See mit umweltfreundlichem LNG betrieben werden kann“, sagt Volker Poßögel, Leiter der Geschäftseinheit Power Systems. „Zum Einsatz kommen unsere Dual-Fuel-Motoren der Marke MaK aus dem Caterpillar Werk in Rostock. Neben der Komplettlösung mit vier Dual-Fuel-Motoren liefern wir für ‚AIDAnova‘ zusätzlich die gesamte LNG-Aufbereitungsanlage.“ Die vier Motoren mit einer Gesamtleistung von knapp 62 MW wiegen pro Stück über 200 Tonnen und erfüllen die aktuellsten Emissionsvorschriften aller Regionen. Bis 2023 wird Zeppelin Power Systems noch sechs weitere Kreuzfahrtschiffe der Carnival Corporation mit Dual-Fuel-Motoren ausstatten.

„Unser Kundenversprechen lautet ‚We Create Solutions‘. Mit Motoren auf Basis von LNG bieten wir eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Alternative zu Abgasreinigungsanlagen und unterstützen Kunden dabei, aktuelle und zukünftige Anforderungen zu erfüllen“, erklärt Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH.

Ab Januar 2021 wird es auf der Nord- und Ostsee strengere Abgasvorschriften geben, so wie sie vor den Küsten der USA bereits heute herrschen. Für alle neu gebauten Schiffe gilt ab diesem Zeitpunkt ein besonders niedriger Grenzwert für Stickoxid-Abgase, der sowohl mit Schweröl als auch mit Marinediesel ohne entsprechende Umbauten nicht zu erreichen ist. Durch die Nutzung von Flüssigerdgas werden die Emissionen von Feinstaub und Schwefeloxiden nahezu vollständig vermieden, der Ausstoß von Stickoxiden und die CO2-Emissionen verringern sich um bis zu 80 bzw. 25 Prozent.